objektbeschreibung
Der Pulsbach entspringt südwestlich der Ortschaft Prath. Während er im Oberlauf noch ein bis zu 5m breites Muldental ausbildet, welches von einem Erlen-Eschenwald eingenommen wird, hat er sich in seinem weiterem Verlauf zunehmend tiefer in die angrenzenden Hochebenen eingeschnitten und ein sehr enges Tälchen mit überwiegend sehr steilen, lokal auch felsigen Hängen geformt, welches am Unterlauf in der markanten "Pulsbach-Klamm" endet, wobei der Bach im Unterlauf auch mehrere kleine Wasserfälle ausgebildet hat. Die zufließenden Nebenbäche weisen ebenfalls einen naturnahen Verlauf und einen bachbegleitende Erlensaum auf.
Die am Oberlauf flacheren, im Mittel- und Unterlauf steil abfallenden Hänge sind durchgängig bewaldet, wobei mittelalte Buchenmischwälder (vereinzelt auch mit Kiefern) vor allem auf den flacheren Hangpartien und Eichenwälder auf den steileren Hängen dominieren. In Kuppenlage und auf den steilsten und felsigsten Hangpartien sind letztere durch Krüppelwuchs gekennzeichnet, ansonsten durch gut ausgeprägten Niederwald-Charakter. Neben den durchschnittlich 3-4 m hohen Traubeneichen tritt als zweite Baumart vor allem die Hainbuche, teilweise auch die Buche hinzu. Die Krautschicht ist meist grasreich (Drahtschmiele und/oder Perlgras) und weist weitere typische Arten der bodensauren Standorte auf.
Besonders hervorzuheben sind die extrem steilen, nordexponierten Schluchtwaldstandorte mit einem Eschen-Schluchtwald nahe der Klamm, die teilweise den gesamten felsigen Steilhang einnehmen. Neben den standorttypischen Baumarten wie Esche, Linde und Ahorn wird die Krautschicht in den feucht-kühlen Lagen vor allem am Hangfuß durch große Bestände der Hirschzunge gekennzeichnet.
Die nördlich des Unterlaufes gelegenen, südexponierten, ebenfalls sehr steilen Hänge sind überwiegend terrassiert und mit alten Mauern durchsetzten. Hier herrschen dichte Gebüsche der mittleren Standorte vor, die sich auf den brachgefallenen Obstgärten, vereinzelt auch auf Weinbergsbrachen entwickeln konnten. Am Oberhang gehen diese Felsen-Ahornwälder über.
Das Gebiet erlangt vor allem wegen der markanten Felsformationen am Unterlauf des Pulsbaches und des Schluchtwaldes als seltenem Biotoptyp eine herausragende Bedeutung als essentieller Teil des FFH-Gebietes.