objektbeschreibung
Oberhalb der steil abfallenden Rheinhänge befinden sich in der überwiegend nur schwach reliefierten Feldflur bei Oberkestert mehrere ehemalige bzw. nur extensiv genutzte Obstwiesen mit alten Hochstammsorten.
Der größte Teil der Flächen ist bereits seit langem brachgefallen und vollständig verbuscht. Dominierende Art ist die Schlehe. Die Obstbäume sind in unterschiedlichen Anteilen noch innerhalb der Gebüsche erhalten, zum Tei aber auch fehlend.
Weitere Obstwiesen werden relativ extensiv genutzt. Hierbei werden nur noch die Obstbäume selber genutzt, während die Grünlandflächen zunehmend verbrachen und hier ebenfalls Gebüsche aufkommen.
Die hier beschriebenen Flächen bewirken eine großräumige Strukturanreicherung und stellen wertvolle Lebensräume sowohl für Höhlen- wie auch Gebüschbrüter dar. Darüber hinaus stellen die Obstwiesen Relikte einer kulturhistorischen Landnutzungsform dar. Insbesondere bei den noch nicht vollständig verbuschten Flächen sollten aber auch die Pflege bzw. Nutzung des Grünlands durch regelmäißge Mahd erfolgen, um den langfristigen Erhalt zu sichern. Zum Teil wurden angrenzende Wiesen und Wege in die Flächenabgrenzung einbezogen.