bk_f.BK-5712-0047-2008

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gml_id
bk_f.BK-5712-0047-2008
id
134952
gid
2744
timePosition
2020-03-05T15:47:14Z
kennung
BK-5712-0047-2008
bezeichnung
NSG Naststätten, Reichelsteiner Bach und Königskopf
objektbeschreibung
Die Fläche umfasst das NSG Naststättten, den Lauf des Reichelsteiner Baches und die nördlich gelegenen Waldflächen am Königskopf innerhalb des FFH-Gebietes. Der Reichelsteiner Bach verläuft östlich von Dahlheim weitgehend naturnah und von einem gut ausgebildeten Erlen-Eschen-Ufergehölz in einem schmalen, nahezu durchgängig bewaldeten Tälchen in südlicher Richtung bis er nach dem Zusammenfluss mit dem Dahlheimer Bach zum Wellmicher Bach wird. Die beiden Quellbäche des Baches schließen im Norden das Waldgebiet am Königskopf ein. Diese kleine Anhöhe wird im Wesentlichen von Eichen dominiert, denen weitere einheimische Baumarten, aber auch truppweise Nadelbäume beigemischt sind. Insbesondere die Hainbuche weist noch eine mehrstämmige Wuchsform auf, wodurch die ehemalige Niederwaldnutzung noch gut erkennbar ist, in anderen Bereichen ist der Wald weitgehend durchgewachsen. Am westlichen Oberlauf sind in der etwas aufgeweiteten Bachaue brachgefallene bzw. extensiv genutzte Feuchtgrünlandparzellen (jagdlich genutzt) sowie ein schmales Auwäldchen zu finden. Der Bach weist in seinem weiteren Verlauf häufig größere Milzkrautfluren auf. In kleinen Teilabschnitten treten Erlen und Eschen entlang des Baches zurück und werden durch Hainbuchen und Buchen ersetzt. Die westlich angrenzenden Hänge werden bis zum NSG Naststätten von Fichtenforsten eingenommen und wurden bis auf eine kleine, mossreiche Felswand weitgehend nicht einbezogen. Am Mittelauf dominieren alte Buchenhallenwälder. Diese waren auf Grund von Durchforstungsmaßnahmen zum Kartierzeitpunkt stark aufgelichtet. In der Strauchschicht dominierte Buchennaturverjüngung. In der Krautschicht weisen neben den Verlichtungszeigern anspruchsvolle Arten wie z. B. Waldmeister auf die artenreiche Ausbildung der Buchenwald-Gesellschaften hin. Am Unterlauf dominieren zunehmend alte Eichen und Hainbuchen die Hangbereiche. Dieser alte Eichen-Hainbuchenwald wurde arrondiert. Im Süden befindet sich noch eine, vermutlich künstliche felswand. Die alten Buchenwälder stellen wertvolle FFH-Lebensraumtypen dar und sind insofern als Teilfläche des FFH-Gebietes von großer Bedeutung. Der naturnahe Bachlauf stellt eine wertvolle Vernetzungsachse dar. Die Niederwälder repräsentieren Relikte einer historischen Waldnutzungsform und sind aber auch wegen ihres hohen Alters, ebenso wie die Buchenwälder als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung.