bk_f.BK-5711-0171-2008

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gml_id
bk_f.BK-5711-0171-2008
id
134855
gid
10515
timePosition
2020-03-05T15:47:13Z
kennung
BK-5711-0171-2008
bezeichnung
Rheinhang zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen
objektbeschreibung
Die durchgängig südöstlich exponierten, z. T sehr steilen Hanglagen zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen werden von einem mosaikartig verzahnten Komplex aus brachgefallenen (verbuschten) Obstgärten und Weinbergen, Felsen, wärmeliebendem Gebüschen und Felsahornwäldern bzw. Felsgebüschen eingenommen. Im Norden befinden sich die markanten Burgen Sterrenberg und Liebenstein am Oberhang. Die verbrachten Obstgärten und Weinberge, auf denen sich inzwischen vorwiegend Gebüsche mittlerer Standorte etablieren konnten, nehmen dabei überwiegend den Unterhang ein, ziehen sich aber auch oft hoch den Steilhang hinauf. Zum Teil sind die alten Obstbäume innerhalb der Gebüsche noch erhalten und häufig mit einem Schleier der Weinrebe überwachsen. Sie sind regelmäßig durchsetzt von Felsköpfen und Felsgraden, die teilweise typische Velsvegetation aufweisen, häufiger aber von einem lichten Felsahornwald/Felsgebüsch bewachsen sind. In den oberen Hanglagen sind auch besserwüchsige wärmeliebende, oft durchgewachsene Eichenniederwälder einbezogen (überwiegend unzugänglich, daher nicht als BT abgegrenzt). In Kuppenlagen und steilen Hangbereichen gehen diese aber auch in lichte, krüppelwüchsige Bestände über. Im Norden des Gebietes werden großflächig Hangbereiche mit Exmoorponys und Burenziegen extensiv beweidet, um den Verbuschungsgrad zu minimieren und duie Hanglagen offen zu halten. Der in der Feldflur südlich Lykershausen in einem kleinen Kerbtälchen entspringende Wöhrsbach wurde in die Abgrenzung einbezogen. Dieser hat sich zunehmend tief in den Hang eingeschnitten und bildet ein steiles Kerbtal aus. Auf Grund der starken Beschattung sind typische Arten der Quellen und Fließgewässer nur sporadisch vorhanden. Der Bach wird darüberhinaus durch eine Wasserentnahme im Quellbereich beeinflusst. Der Unterlauf fließt fließt durch stark verbuschte Obstgärten und ist nur im untersten Abschnitt noch zugänglich. Dieser Biotop-Komplex weist als Teilgebiet des FFH-Gebietes "Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub" besonders gut ausgebildete, wärmebegünstigte Lebensräume und Felsformationen entlang des Mittelrheintal auf und stellt somit eine international bedeutsame Biotopverbundachse und Leitstruktur für thermophile Tier- und Pflanzenarten Arten dar.