LEGENDE
Aktives Rutschgebiet
Deutliche Hinweise auf aktive Hangbewegungen sind im DGM und im Gelände erkennbar. Ausgeprägte morphologische Merkmale, wie Geländekanten, Wülste, Verebnungen und ggf. Nassstellen, offene Risse und Spalten sind vorhanden. Anzeichen für anhaltende Bewegungen in Form von Rissen in Fahrbahnbelägen, verkippten oder zerrissenen Trockenmauern sowie schräg stehenden Rebstöcken in den Weinbergen sind häufig sichtbar.
Größere Baumaßnahmen sind in diesem Bereich kaum möglich. Bereits geringe Abgrabungen oder Aufschüttungen können großräumige Rutschmassen reaktivieren und sollten daher unterlassen werden. Durch anhaltende Kriechbewegungen sind starke Schäden an Bauwerken bereits nach kurzer Zeit möglich. Anfallende Oberflächenwässer sollten nicht versickert, sondern gezielt einem Vorfluter zugeleitet werden. Auch bei kleineren Bauvorhaben werden Baugrunduntersuchungen nach DIN EN 1997-1 und -2 sowie DIN 4020 dringend empfohlen.