kurzbeschreibung
von der wohl römischen Mauer Rest nordwestlich des Doms in der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten;
von der hoch- und spätmittelalterlichen Stadtmauer mit Graben und 26 Türmen, um 900 bis gegen 1200, beachtliche Teile erhalten; Wiederherstellung nach erheblichen Zerstörungen (1689);
größere Mauerpartien erhalten im Bereich Nordanlage, Judengasse/Herta-Mansbacher-Anlage, Martinsgasse, im Lutherring, hinter dem Dom, im Andreasring, am Torturmplatz, in Haspelgasse und Rheintorgasse; Andreastor (1907) und Raschitor (1907/08) ergänzt; in der nördlichen Stadtmauer Scharfrichterturm und Ziegelturm, beide staufisch; der westlichen Stadtmauer vorgelagert Stumpf des Krämer- oder Neidturms (1424); in der südlichen Stadtmauer Andreastor (1907) mit mittelalterlichen Spolien, vom Christoffelturm mittelalterliche Untergeschosse (obere Geschosse Rekonstruktion der 1920er Jahre) sowie Außenmauern des Bindturms; in der östlichen Stadtmauer folgende Türme bzw. Turmreste erhalten: Schmitturm, Torturm (1283 erstmals genannt), Fischer- oder Lutherpförtchen (1907 wiederhergestellt), staufischer Bürgerturm, Fundament und Stumpf des spätstaufischen Mayfels (um 1200) sowie gotisches Rheinpförtchen;
Stadtgraben in den 1920er Jahren von Gartendirektor Johannes (Hanns) Thierolf als "Ringanlage" gestaltet;
von der 1689 zerstörten, abschließend abgetragenen hochmittelalterlichen Ummauerung der Vorstädte mit zahlreichen Türmen, Pforten und Bastionen, Mitte 17. Jh. durch zehn Bastionen und Wallanlage mit Graben verstärkt, nur geringe Reste erhalten: „Liebfrauenbuckel“ im Liebfrauenring; vom äußeren Stadtgraben von Brunhildenbrücke bis Cornelius-Heyl-Straße/Hochstraße/Neusatz (heute Bahngraben); an der Alzeyer Brücke Reste der äußeren Andreaspforte, anschließendes Stück des Walls seit 2. Hälfte 18. Jh. Erweiterung des jüdischen Friedhofs