kurzbeschreibung
im Kern mittelalterliche Anlage (gegründet 2. Hälfte 12. Jh.), 1689 tlw. zerstört, 1901-03 in späthistoristischen Formen wiederaufgebaut, Arch. Oberbaurat Karl Hofmann, Darmstadt; älteste Bauteile wohl Ringmauer und unterer Bereich des Torturms, im obersten Geschoss ehemals bez. 1538 (Umbau/Erhöhung); mehrphasiger Nordflügel, im Kern 15./16. Jh., ein Fenstersturz bez. 1527, im Erdgeschoss aufwendiger Wappenschlussstein bez. 1528, übriges Erscheinungsbild bestimmt vom Wiederaufbau (Wappenschild am Treppengiebel bez. 1903), Ausstattung von 1903; zwischen Torturm und Nordbau Wendeltreppe mit spätgotischem Portal; Bollwerkturm, ehemals bez. 1476, viergeschossiger Wiederaufbau mit Schieferdach mit Fachwerklaterne 1903; ursprünglich dreigeschossiger Südflügel, ehemals bez. 1546, weitgehend späthistoristischer Neubau; ehem. Wärterhaus, im Kern 16. Jh., seit 18. Jh. mit Mansarddach, um 1903 verändert; südlich davon Reste der spätgotischen Kapelle (?); innerer Schlossgraben seit 1820/30er Jahren tlw. bebaut (Schlossgasse 30, 30A, 36, 38, 40; Kästrich 3-15, 19), Teil der baulichen Gesamtanlage, ebenso der Schlosskeller; zugehörig auch Am Schlosspark 18 (nach 1950); Vorburg: Teile der nördlichen Vorburgmauer an Schlossgasse 35 und Schlossgasse 31; im Ostabschnitt Stichbogenpforte (15./16. Jh.?), Mauerzug nach der Straße Am Wall mit teils vollständig erhaltenen Wandbögen