objektbeschreibung
Durch Abbau entstandene Bimsböschungen sind eine regionale Besonderheit des Vulkankreises Mayen-Koblenz. In der ackerbaulich geprägten Pellenz stellen die vielen Bimsböschungen wichtige Biotopverbundelemente dar. Der Bims wurde nicht einheitlich abgebaut, sondern einige Felder wurden stehengelassen, weshalb zahlreiche Böschungen (max. bis zu 10 m Höhe) vorhanden sind. Die Böschungen in der ausgeräumten Agrarlandschaft sind vor allem aus faunistischen Gründen (Rebhuhn, Schwarzkehlchen, Grauammer, Orpheusspötter, Reptilien, Tagfalter, Vernetzungsbiotop) in der alten Biotopkartierung nahezu vollständig erfasst worden. Der Bewuchs (Altgrassäume, Ruderalfluren, Gebüsch, vegetationsfreie - junge - Bimswände) ist insgesamt recht heterogen und kleinflächig wechselnd, sodass derzeit streng genommen nach den Kartiervorgaben keine Erfassung als BT Kartierung durchzuführen ist. Im vorliegenden Fall haben die Hangkanten noch überwiegend offenen Charakter mit Pionierflächen, teilweise sind infolge fortgeschrittener Sukzession ehemals offene Bimswände mit Säumen und Gebüschen bedeckt. Es findet aktuell kein Bimsabbau im BK statt. Möglicherweise sind besonders die 3 nördlichen Teilflächen des BK aktuell von Abbau bedroht, da der Großteil der 1993 kartierten Bimswände inzwischen abgebaut worden ist. Als regionale Besonderheit werden die vorkartierten Bimskanten - sofern noch vorhanden - aufgrund ihrer faunistischen Bedeutung und wegen ihrer Funktion als Biotopverbundelement berücksichtigt.