bk_f.BK-6814-0150-2011

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gml_id
bk_f.BK-6814-0150-2011
id
150449
gid
5266
timePosition
2020-03-05T15:36:41Z
kennung
BK-6814-0150-2011
bezeichnung
Klingbach-Tal zwischen Billigheim-Ingenheim und A 65
objektbeschreibung
Offenland-geprägtes Tal zwischen dem Elsenbach im Norden sowie dem Klingbach im Süden. Die Fläche ist in ihrem Wasserregime durch Grundwasserentnahme, landwirtschaftliche Nutzung sowie den Betrieb von Wassermühlen stark überprägt worden, so daß nur abschnittsweise naturnahe Bäche ausgebildet sind. Im Westen verläuft am nördlichen Rand der Fläche der Elsenbach, welcher in diesem Bereich zwar ein weitgehend naturnahes Bachbett besitzt, aber überwiegend trocken gefallen ist. Am Südrand fließt der Klingbach, welcher hier an den Talrand verlegt wurde und somit nur bedingt naturnah ist und ein weitgehend gestreckten Verlauf aufweist. Beide Bäche sind von Erlenufergehölzen durchgängig gesäumt. Wo Kling- und Elsenbach zusammenfließen, wird das Wasser in nördlicher Richtung abgeführt, so daß der ehemalige Verlauf des Klingbaches nur noch anhand der verbliebenen Ufergehölze ersichtlich ist, das eigentliche Bachbett ist hier nicht mehr vorhanden. Im weiteren Verlauf nimmt der nun jenseits der Kreisgrenze liegende Elsenbach die Hauptmenge des Wassers auf. Im Bereich der Ortschaft Steinweiler liegen zischen dem Elsen- und Klingbach drei von Ufergehölzen begleitete Gräben, die jedoch weitgehend trocken gefallen sind. Der Klingbach führt hier jedoch wieder (möglicherweise temporär) Wasser und verläuft bis zum erneuten Zusammenfluß mit dem Elsenbach auf Höhe der Rollmühle in einem weitgehend naturnahen, leicht mäandrierenden Bachbett. Östlich der Rollmühle fließt nur noch der Klingbach weiter und weist hier bis zur A 65 fast vollständig einen gestreckten Verlauf auf. Jedoch etwa auf halber Strecke kann sich die Bachbettdynamik noch einmal auf einer Länge von etwa 500 m in einem naturnahen Bachabschnitt entwickeln. Auch zwischen Rollmühle und A 65 ist der Bach vollständig von Ufergehölzen begleitet. Die im Tal liegenden Grünlandparzellen sind zu einem sehr großen Teil als Feuchtwiesen ausgebildet und überwiegend als Wiesen genutzt. Im Bereich der Ortschaft Steinweiler werden einige Bereiche als Mähweiden bewirtschaftet. Die Fläche besitzt mit den naturnah ausgebildeten Bachabschnitten im Offenland einen sehr seltenen Lebensraum und ist somit im hohen Maße schutzwürdig. Durch das Zusammenspiel aus Feuchtgrünland, lineare Gehölzstrukturen und Fließgewässer ist die Fläche vor allem durch das regional ansonsten seltene Vorhandensein von Weidevieh von großer potentieller faunistischer Bedeutung. Hinzu kommt durch die Mühlennutzung eine kulturhistorische Relevanz. Zudem weist der Talzug mit den Fließgewässern eine hohe Entwicklungsfähigkeit auf.