objektbeschreibung
Größter zusammenhängender Grünlandkomplex auf dem rheinhessischen Plateau. Überwiegend Magerwiesen (dem FFH-Lebensraumtyp 6510 "Extensive Mähwiesen der planaren bis submontanen Stufe" entsprechend) und Magerwiesen sowie Halbtrockenrasen (§ 28 LNatSchG) und Straußgrasrasen mit Übergängen zu basalen Sandrasen und sukkulentenreichen Silikattrockenrasen (§ 28 LNatSchG), punktuell Borstgrasrasen (§ 28 LNatSchG). Ausgezeichnete zoologische Bedeutung des Gebietes. Insgesamt durch § 42 BNatSchG gesetzlich geschützte Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten. Die Lebensräume bedingen das Vorhandensein einer Vielzahl seltener und gefährdeter bzw. streng geschützter Arten, z.B. Vogel-, Heuschrecken- und Wildbienenarten. Desweiteren gibt es Hinweise auf Fledermäuse. Zu den regelmäßig auf dem Gelände zu beobachtenden sehr seltenen Vogelarten zählen: Schwarzmilan, Rotmilan, Kornweihe, Neuntöter, Steinschmätzer, Schwarzkehlchen, Grauammer, Wiedehopf, Steinkauz, Kiebitz. Weitere in den letzten Jahren beobachteten Vogelarten sind: Steppenweihe, Wiesenweihe (Brut 2004), Brachpieper, Heidelerche und Raubwürger. Große Bedeutung für rastende Vogelschwärme. An mehreren Stellen reichliche Vorkommen von Wildbienen (z.B.Andrena carbonaria, Anthidium oblongatum, Lasioglossum costulatum, Megachile pillidens). Rückgang gemäß § 28 LNatSchG geschützter Biotope durch nicht sachgemäße Pflege. Vorrangig im Südteil des Geländes werden Teilflächen intensiv beweidet. In einigen anderen Teilbereichen wurde in den letzten Jahren weder eine Mahd noch eine Beweidung durchgeführt, wodurch größere Brachen entstanden. In den Randbereichen sind kleine Eichenwälder, eine alte Streuobstwiese sowie weitere Gehölzstrukturen vorhanden. Punktuell sind die Auswirkungen von Bodenbearbeitungen erkennbar, z.B. im Nordwestteil, wo bedeutende Lebensräume devastiert wurden. Für das Offenland ist ein Pflege-und Entwicklungskonzept erforderlich.