bk_f.BK-6710-0003-2011

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gml_id
bk_f.BK-6710-0003-2011
id
148619
gid
6185
timePosition
2020-03-05T15:37:04Z
kennung
BK-6710-0003-2011
bezeichnung
Halbtrockenrasen-Biotopkomplex Pottschütthöhe südlich des Flugplatzes Zweibrücken-Pirmasens
objektbeschreibung
Halbtrockenrasen-Biotopkomplex Pottschütthöhe südlich und westlich des Flugplatzes Zweibrücken-Pirmasens. Es handelt sich um einen von Nordwest nach Südost verlaufenden Muschelkalkrücken mit stellenweise steilen Flanken nordwestlich von Riechweiler. An den steilsten Stellen existieren noch gut ausgebildete Enzian-Schillergrasrasen, aber auch stark verbuschte Abschnitte. Das angrenzende Grünland ist von stark unterschiedlicher Qualität. Neben sehr artenreichen, mageren Glatthaferwiesen treten auch intensiv genutzte bzw. stark ruderaliesierte Ausbildungen dieser Vegetationseinheiten auf. Am Flugplatz sind die Eingriffe der Vergangenheit durch ausgedehnte Ruderalflächen ersichtlich. Auf die zoologischen Ziele des NSGs abgestimmte Freistellungsmaßnahmen mit darauf folgender naturnaher Beweidung / Mahd sollten angestrebt werden (Goldener Scheckenfalter). Internationale Bedeutung aufgrund der in Teilbereichen ökologisch sehr wertvollen Reliktfläche einer einst in der Region großflächig vorhandenen Hutungslandschaft mit ausgedehnten Enzian-Schillergrasrasen und Vorkommen des Goldenen Scheckenfalters. Durch die Intensivierung landwirtschaftlicher Betriebsweisen wie Umbruch von Magergrünland und Eingriffe im Umfeld des Flugplatzes sind einige Teilflächen heute allerdings ökologisch weitgehend degradiert. Die wertvollen Halbtrockenrasen der Pottschutthöhe dienen zahlreichen wärmeliebenden Arten als Lebensraum. Die Biotopvernetzung zu den benachbarten Xerothermgebieten des Gödelsteiner Hangs und des Hausgiebels ist aufgrund intensiv ackerbaulicher Nutzung stark eingeschränkt und sollte, nicht zuletzt auch zur Erhaltung der wohl letzten Population des Goldenen Scheckenfalters in Rheinland-Pfalz, dringend verbessert werden. Zu Zeit bestehen nur abschnittsweise Verbindungen über lineare Gehölzstrukturen. Die großen Lücken innerhalb der Heckenzüge sollten geschlossen und parallel dazu blütenreiche Wiesenstreifen oder Ackerrandstreifen angelegt werden.