objektbeschreibung
Feuchtgebietskomplex des Eich-Gimbsheimer Altrheines mit seinen verschiedenen Röhricht-und Wiesenausbildungen, Gehölzbeständen und kleineren Offenwasserflächen. Im Osten nimmt etwa ein Viertel der Fläche der Kiessee "Eicher Altrheinsee" ein.
Der verlandete Altrheinarm ist vom Hauptstrom abgeschnitten. Das zentrale Naturschutzgebiet umfasst ausgedehnte Schilfflächen mit einigen offenen Flachwasserzonen. Die Schilfflächen werden von kleinflächig ausgeprägten Weich- und Hartholzauwäldern gesäumt. Bedeutsame Wiesentypen sind Flachland-Mähwiesen in trockenen und feuchten Ausbildungen sowie Pfeifengras-Stromtalwiesen. Im Bereich des Innenbogens existierten vier Baggerseen (Eicher Altrheinsee, Elisabethensee, Heinrichs-Talaue-See und Fossiliensee), die im Rahmen der Auskiesung des Gebietes entstanden sind.
Der Eich-Gimbsheimer Altrhein ist das größte zusammenhängende Schilfgebiet von Rheinland-Pfalz und erfährt durch den hohen Anteil von FFH-LRT internationale Bedeutung. Vorkommen mehrerer FFH-Anhangsarten wie Kamm-Molch und Schmale Windelschnecke. Das annähernd flächengleiche VSG hat als Rastplatz hohe Bedeutung für den Vogelzug aber auch Brutrevier für zahllose gefährdete Vogelarten.
Eines der bedeutendsten Schutzgebiete am nördlichen Oberrhein.