bk_f.BK-5812-0006-2008

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gml_id
bk_f.BK-5812-0006-2008
id
136477
gid
2743
timePosition
2020-03-05T15:47:14Z
kennung
BK-5812-0006-2008
bezeichnung
Wellmicher Bachtal
objektbeschreibung
Das Tal des Wellmicher Baches erstreckt sich rechtsrheinisch nördlich der Ortschaft Wellmich. Es handelt sich um ein tief in die angrenzenden Hochebenen eingeschnittenes Tal mit teilweise sehr steilen, lokal auch felsigen bewaldeten Hängen mit mehreren schmalen Seitentälchen. Der Wellmicher Bach weist trotz der parallel geführten Landesstraße im mittleren und oberen Abschnitt noch naturnahe Strukturen, insbesondere ein gut ausgebildetes Ufergehölz auf. Am Oberlauf des von Osten bei der Nonnenwerther Mühle zufließenden Nebenbaches ist ein schmaler Erlen-Eschenwald ausgebildet. Mehrere kleine Quellbäche haben sich tief in die Hänge eingeschnitten, weisen aber wegen der starken Beschattung oft nur eine spärliche Vegetation auf. Die westlichen, sehr steil abfallenden Hänge sind nahezu durchgängig von einem wärmeliebenden Eichenwald bestockt, der über weite Strecken noch ausgeprägten Niederwald-Charakter aufweist. Neben den durchschnittlich 3-4 m hohen Traubeneichen tritt als zweite Baumart vor allem die Hainbuche zum Teil kodominant hinzu. Die Unterhänge weisen oftmals kleinere Felsen und Felseinsprengsel auf. Die Krautschicht ist meist grasreich (Drahtschmiele und/oder Perlgras) und weist weitere typische Arten der bodensauren, wärmebegünstigten Standorte auf. Bei sehr dichten Beständen kann sie auch vollständig ausfallen. Während hier nur lokal kleinflächige Bereiche in Kuppenlage oder auf kleinen Felsplateaus von lückigen Krüppeleichenwäldern eingenommen werden, wird der östliche Hang durch zahlreiche markante Felskuppen und Steilhänge geprägt, auf denen lückige Eichenkrüppelwälder stocken. Die übrigen Hangbereiche sind überwiegend so stark durch die Einmischung von Nadelhölzern (Fichte, Kiefer, Lärche) überprägt, das sie nicht in die Abgrenzung einbezogen wurden. Die höher gelegenen Hänge nördlich des bei Nonnenwerther Mühle einmündenden Nebenbaches tragen auch einen Buchenwald, der teilweise ebenfalls noch Niederwald-Charakter aufweist. Die Übergänge zu angrenzenden Eichenniederwäldern sind fließend. Das Gebiet hat herausragende Bedeutung als essentieller Teil des FFH-Gebietes. Insbesondere die offenen extrazonale trockenwarme Vegetationsstandorte stellen wertvolle Trittsteinbiotope und Ergänzungsflächen für xerotherme Tier- und Pflanzenarten außerhalb der unmittelbar am Rhein gelegenen Hangbereiche dar.