bk_f.BK-5711-0113-2008

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gml_id
bk_f.BK-5711-0113-2008
id
134826
gid
18127
timePosition
2020-03-05T15:47:12Z
kennung
BK-5711-0113-2008
bezeichnung
Südhänge bei Dinkholder
objektbeschreibung
Die Südexponierten steilen Hänge östlich von Dinkholder werden hauptsächlich von Eichenniederwäldern eingenommen. Die oft nur lückig ausgebildete Krautschicht weist auf einen wärmebegünstigten Standort hin. Besonders an Felsnasen, die den Hang im Mittelteil der Fläche regelmäßig durchsetzen, weisen die Eichen einen typischen Krüppelwuchs auf. An diesen Standorten finden sich wärmeliebende Pflanzenarten wie die Große Fetthenne und der Weinbergs-Lauch. In Teilbereichen kann die Hainbuche, die regelmäßig zu finden ist, auch zur dominieren Art der Baumschicht werden. Die Niederwälder sind mit verschiedenen Alterssgruppen vertreten. Einige Bestände werden von durchgewachsenen Eichen und Hainbuchen geprägt. Andere Bestände, besonders im Osten, stehen noch unter Nutzung. Im Norden der Fläche ist ein ehemaliger Eichenniederwald durchgängig von Lärchen durchsetzt. In den unteren Hangbereichen, im westlichen Teil der Fläche, sind noch Reste alter Streuobstwiesen erkennbar. Zum einen wurden alte, zum Teil abgestorbene Obstbäume gefunden, zum anderen deuteten Mauerreste auf ehemalige Begrenzungen hin. Die ehemaligen Obstwiesen sind nun, durch den hohen Grad der Verbuschung, eher als als Eichen-Hainbuchenwald zu betrachten. Regionale Bedeutung erlangen die wärmeliebenden Eichenwälder als extrazonale trockenwarme Vegetationsstandorte und damit als Lebensraum für xerotherme Tier- und Pflanzenarten. Sie stellen somit entlang des Mittelrheins eine wichtige Verbundachse dar. Die seit langer Zeit brachgefallenen Obstwiesen stellen wertvolle Lebensräume sowohl für Höhlen- wie auch Gebüschbrüter dar. Darüber hinaus stellen die Obstwiesen Relikte einer kulturhistorischen Landnutzungsform dar.