objektbeschreibung
Vielgestaltiges Gebiet am Nordabfall des Salmwaldes im Wechsel zwischen saurem Buntsandstein auf den Waldhöhen und den tiefer Richtung Gees anzutreffenden mitteldevonischen Gesteinen. Im Bereich der geologischen Schichtgrenze treten zahlreiche Quellen aus, die die unterhalb liegenden Quellbäche speisen. Besonders bemerkenswert ist ein Quell-/Heidemoor-Komplex im Nordwesten, der enge vegetationskundliche Beziehungen zu den Hangvermoorungen des benachbarten "Gerolsteiner Moß" aufweist. Es besteht ein relativ hoher Anteil an Waldbeständen, die den FFH-Lebensraumtypen 9130 und 9110 (basischer und saurer Buchenwald) entsprechen. Unter einer an wirtschaftlichen Prinzipien orientierten Forstwirtschaft fehlen meist die für naturnahe Wälder wichtigen Altholz- und Totholzanteile. Die mit 50 cm schlagreifen Bestände werden über ca. 10 Jahre unter Ausnutzung der hier üppigen Buchen-Naturverjüngung wieder zurückgeführt (Inf. Forstamt Gerolstein). Ein Vorgang, der zur Zeit im Gebiet großflächig zu beobachten ist. Auf den basenhaltigen Talböden nahe Gees kommen artenreiche Mähweiden (FFH-LRT 6510) vor.
Schutzbedeutend ist der insgesamt für die Zielsetzung des FFH-Gebietes typische Biotopverbund, wobei heide- und quellmoorartige Lebensräume eine besondere regionale Bedeutung als seltenes Refugialbiotop haben.
Der Gesamtkomplex ist ein wichtiges Bindeglied in der regionalen Biotopvernetzung und stellt hierzu einige bedeutende Trittsteinbiotope.