objektbeschreibung
Entlang der Schichtgrenze von Buntsandstein zum basenreichen Mitteldevon tritt entlang einer scharfen Grenze Quellwasser aus, das eine an dieser Stelle schon bis zu 5000 Jahre alte Vermoorung ermöglicht hat (Schwaar 1969). Es wurde eine zwischen 10-90 cm mächtige Torfauflage dokumentiert. In der Vergangenheit wurde versucht, die Birken-Erlenbrücher forstlich nutzbar zu machen, wobei Kiefern und Fichten eingebracht wurden und sicherlich Bruchstandorte an den südl. Randbereichen verloren gingen. Vegetationskundlich bestehen Übergänge zwischen nährstoffarmen Erlen-Brüchern und Birken-Moorwald. Offene torfmoosreiche Stellen sinden sich nur noch als Binsensumpf, der eine vermutlich eine als Wildwiese genutzte Fläche darstellt. Eine Moorvegetation im engeren Sinn findet sich hier nicht mehr, auch wenn noch vereinzelt dafür bezeichnende Arten vorkommen. Randlich im Wald steht eine Freizeithütte (wahrsch. jagdl.).
Das "Moß" ist ein schutzbedeutsames Reliktbiotop aus Bruchwäldern mit z.T. Übergangsmoorcharakter und damit auch ein wichtiger Trittstein in der Vernetzung von Bruch- und Moorstandorten.