objektbeschreibung
Durch Abbau entstandene Bimsböschungen sind eine regionale Besonderheit des Vulkankreises Mayen-Koblenz. In der ackerbaulich geprägten Pellenz stellen die vielen Bimsböschungen wichtige Biotopverbundelemente dar. Der Bims wurde nicht einheitlich abgebaut, sondern einige Felder wurden stehengelassen, weshalb zahlreiche Böschungen (max. bis zu 10 m Höhe) vorhanden sind. Die Böschungen in der ausgeräumten Agrarlandschaft sind vor allem aus faunistischen Gründen (Schwarzkehlchen, Grauammer, Orpheusspötter, Vernetzungsbiotop) in der alten Biotopkartierung nahezu vollständig erfasst worden. Der Bewuchs (Altgrassäume, Ruderalfluren, ein wenig Gebüsch, Baumhecken, vegetationsfreie Bimswände) ist insgesamt recht heterogen und kleinflächig wechselnd, sodass derzeit streng genommen nach den Kartiervorgaben keine Erfassung als BT Kartierung durchzuführen ist. Im vorliegenden Fall weisen die Hangkanten infolge fortgeschrittener Sukzession nur noch kleinflächig offene Bimswände und felsige Bereiche (c. 8 m Höhe) auf und werden von verbrachten Säumen und Gebüschen geprägt. Teile der Grube und damit der westl. Abschnitt der vorkartierten Wand werden aktuell verfüllt. Als regionale Besonderheit werden die vorkartierten Bimskanten - sofern noch vorhanden - aufgrund ihrer faunistischen Bedeutung und wegen ihrer Funktion als Biotopverbundelement berücksichtigt.